Informationen vom 01.03.2020

Ich bin als niedergelassener Arzt auf Kontakte mit Corona-Infizierten nicht vorbereitet. Es fehlen nicht nur die Räumlichkeiten zur Isolation, auch ein Zusammentreffen mit anderen Patienten und damit das Weitertragen der Infektion wäre unvermeidbar. Selbstverständlich ist es nicht auszuschließen, dass sich auch das Praxispersonal infiziert. Nach aktuellem Vorgehen hätte dies zur Folge, dass die Praxis für zwei Wochen unter Quarantäne stünde.

Stellen Sie sich bitte auch vor, wie Sie vom Praxispersonal und Ihrem Arzt empfangen werden würden:
Von Kopf bis Fuß in Schutzkleidung, Luftfilter vor Mund und Nase, Gummihandschuhe – ein ganz neuer Eindruck! Wenn denn der Fachhandel diese ganzen Artikel überhaupt liefern könnte. Deshalb dürfen wir verdächtige Patienten nicht in der Praxis annehmen.

Meine Informationen beziehe ich größtenteils aus Fernsehen und Nachrichtenportalen, den Wahrheitsgehalt kann ich meist nicht nachprüfen. Die offiziellen Stellen halten sich bedeckt, die Gründe dafür kann ich mir ausmalen. Unser oberster Experte, Gesundheitsminister Minister Spahn, ist mir auch keine große Hilfe. Die Feststellung, wir hätten alles im Griff, soll beruhigend klingen. Mich beruhigt sie nicht. Ein Impfstoff ist nicht in Sichtweite, Medikamente zur Therapie sind bestenfalls im Versuchsstadium. Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Infektionswelle des Corona-Virus bald abklingt.

Wichtig:
Patienten, bei denen begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona Virus besteht, kommen bitte NICHT persönlich in die Praxis, sondern melden sich telefonisch bei uns. Die nötigen Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum können in der Praxis nicht vorgenommen werden.

Weitere telefonische Kontaktmöglichkeiten sind nach offiziellen Angaben die Nummer 116117 und das Gesundsheitsamt Ansbach 0981-4687003.