Informationen vom 08.08.2020

Es gibt wieder einmal Neuigkeiten in Sachen Corona. Seit heute besteht eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten. Diese Tests sollen bereits an den Flughäfen, den Grenzübergängen oder großen Bahnhöfen vorgenommen werden können. Im Anschluss daran hat man sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben und zwar bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein negatives Testergebnis des Reiselandes vorzulegen, dass jedoch nicht älter als 48 Stunden sein darf. Einreisende, die sich der Testpflicht verweigern oder kein Gesundheitszeugnis vorlegen können, müssen mit Bußgeldern bis hin zu 25.000 € rechnen. Der genaue Wortlaut dieser Verordnungen, die sich natürlich immer wieder ändern können, sind auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit oder auch der Gesundheitsämter nachzulesen.
Tests für Reiserückkehrer finden bei mir nicht statt.
Bitte beachten sie auch, dass sich die Liste der Risikogebiete ständig ändert.

Nach wie vor gilt zu beachten:
Patienten mit Symptomen, dem Verdacht oder einer bestätigten Corona-Infektion können in unserer Praxis nicht getestet werden. Nehmen sie deshalb bitte nur telefonisch mit uns Kontakt auf.

In Bayern kann sich zudem jeder Bürger freiwillig testen lassen, auch ohne Vorliegen eines konkreten Verdachts. Diese Tests bei symptomfreien Patienten können bei uns erfolgen.

Auch mich beunruhigt die aktuelle Situation, da bisher niemand weiß, was generell von Reiserückkehrern aus Urlaubsgebieten, speziell Risikogebieten, zu erwarten ist, wie sich die Lage an den Schulen entwickeln wird, wie lange wir noch mit welchen Einschränkungen zu rechnen haben oder wann es einen Impfstoff beziehungsweise ein wirksames Medikament gibt.

Bitte denken sie deshalb daran:
Es gibt nicht nur Corona. Bitte vernachlässigen Sie ihre gesundheitlichen Probleme nicht wegen Corona-Ängsten. Wir konnten in den Praxen und Krankenhäusern weitgehend zu einem Normalbetrieb zurückkehren.

Nähere Informationen und weiterführende Links unter https://www.landkreis-ansbach.de/corona.

Informationen vom 01.03.2020

Ich bin als niedergelassener Arzt auf Kontakte mit Corona-Infizierten nicht vorbereitet. Es fehlen nicht nur die Räumlichkeiten zur Isolation, auch ein Zusammentreffen mit anderen Patienten und damit das Weitertragen der Infektion wäre unvermeidbar. Selbstverständlich ist es nicht auszuschließen, dass sich auch das Praxispersonal infiziert. Nach aktuellem Vorgehen hätte dies zur Folge, dass die Praxis für zwei Wochen unter Quarantäne stünde.

Stellen Sie sich bitte auch vor, wie Sie vom Praxispersonal und Ihrem Arzt empfangen werden würden:
Von Kopf bis Fuß in Schutzkleidung, Luftfilter vor Mund und Nase, Gummihandschuhe – ein ganz neuer Eindruck! Wenn denn der Fachhandel diese ganzen Artikel überhaupt liefern könnte. Deshalb dürfen wir verdächtige Patienten nicht in der Praxis annehmen.

Meine Informationen beziehe ich größtenteils aus Fernsehen und Nachrichtenportalen, den Wahrheitsgehalt kann ich meist nicht nachprüfen. Die offiziellen Stellen halten sich bedeckt, die Gründe dafür kann ich mir ausmalen. Unser oberster Experte, Gesundheitsminister Minister Spahn, ist mir auch keine große Hilfe. Die Feststellung, wir hätten alles im Griff, soll beruhigend klingen. Mich beruhigt sie nicht. Ein Impfstoff ist nicht in Sichtweite, Medikamente zur Therapie sind bestenfalls im Versuchsstadium. Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Infektionswelle des Corona-Virus bald abklingt.

Wichtig:
Patienten, bei denen begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona Virus besteht, kommen bitte NICHT persönlich in die Praxis, sondern melden sich telefonisch bei uns. Die nötigen Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum können in der Praxis nicht vorgenommen werden.

Weitere telefonische Kontaktmöglichkeiten sind nach offiziellen Angaben die Nummer 116117 und das Gesundsheitsamt Ansbach 0981-4687003.